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Giftpflanzen aus unserer
Umgebung
Eine Übersicht der giftigen
Pflanzen bei uns
Was tun bei Vergiftung?
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Eine kleine Auswahl an giftigen Pflanzen bei uns

Sowohl in Ziergärten als auch in der freien Natur treffen wir bei uns giftige Pflanzenarten an.

Anstelle der Empfehlung, alle Giftpflanzen aus dem Garten zu verbannen ist Aufklärung angesagt. Nicht alles, was die Natur hervorbringt ist zum Verzehr gedacht.

Fotos auf dieser Seite Botanikus

 

Die Kartoffel (solanum tuberosum) enthält in grünen Beeren aber auch in den grünen Knollen giftige Steroidalkaloide.

Durch Kochen wird das Gift weitgehen ausgespült. Der Verzehr von rohen Kartoffeln ist augrund des Alkaloidgehaltes gefährlich.

 

Die Hundspetersilie (Aethusa cynapium, Apiaceae) ist ein bis zu 50 cm groß werdendes, einjähriges Kraut mit dreifach gefiederten Blättern und einer zusammengesetzten Dolde mit weißen Blüten.

Die Blütezeit liegt zwischen Juni und Oktober. Charakteristisch für die Hundspetersilie sind die an der Blütendolde dornartig nach unten stehenden Hüllblättchen. Die Giftigkeit der Hundspetersilie beruht auf einem Polyin-Gemisch, das v.a. in der Wurzel anzutreffen ist. Aufgrund der Verwechselungsgefahr mit der glattblättrigem Petersilienkraut (Petroselinum crispum) können Vergifungen vorkommen.

Das Schwarze Bilsenkraut (Hyoscyamus niger) ist ein 20-80 cm hohes, einjähriges Kraut mit buchtig gezähnten, länglichen, behaarten Blättern.

Die Blüten sind schmutzig-gelb und mit violetten Adern durchsetzt. Blütezeit ist zwischen Juni und September. Bilsenkraut enthält stark wirksame Alkaloide.

Die Schwarze Tollkirsche (Atropa belladonna) ist eine Pflanzenart in der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Skandinavien, West- und Südeuropa und den Balkan über Kleinasien bis nach Nordafrika und den Iran. Die Tollkirsche bevorzugt Kalk-, Porphyr- und Gneisböden. Man findet sie häufig auf Waldlichtungen von Laub- und Nadelwäldern, an Waldrändern und auf Brachflächen. Sind die Standortbedingungen günstig, können auch 2 Meter hohe Exemplare beobachtet werden.

Die reich verzweigte Pflanze zeigt ein kräftiges Erscheinungsbild. Die sommergrünen, ganzrandigen und ungeteilten Laubblätter können eine Länge von bis zu 15 cm und eine Breite bis etwa 8 cm entwickeln. Der Aufbau der Frucht gleicht einer Tomate – auch wenn sie viel kleiner ist und dunkel gefärbt ist. Die kugeligen Beeren zeigen eine schwarze, lackartig glänzende Oberfläche. Die ganze Pflanze ist giftig. Die schwarzen Beeren enthalten das Gift Hyoscyamin. Aus den Blättern lässt sich ein Wirkstoff extrahieren, der krampflösend ist.

Das Schöllkraut (Chelidonium majus) ist stark verbreitet. insbesondere an Mauern, Gebüschen, Weg- und Straßenrändern anzutreffen.

Ein bis 70 cm groß werdendes, mehrjähriges Kraut, das einen gelb- bis orangefarbenen Milchsaft führt. Die Blätter sind gefiedert und an der Unterseite blaugrün gefärbt. Die gelben Blüten erscheinen zwischen April und Oktober. Die Giftigkeit beruht auf 30 verschiedenen Alkaloiden.

Die Zypressenwolfsmilch (Euphorbia cyparissias) findet sich auf trockenen Wiesen, an Wegrändern und auf Äckern.

Sie ist ein bis 40 cm hoch werdendes, ausdauerndes, milchsaftführendes Kraut mit schmalen, nadelförmigen aber weichen Blättern und gelbgrünen Blüten, die zu Trugdolden angeordnet sind. Die Zypressenwolfsmilch enthält schwankende Mengen an Carbonsäureestern.

Der Rote Fingerhut (Digitalis purpurea) ist sowohl als Zierpflanze als auch in der freien Natur anzutreffen in allen Wäldern Mitteleuropas, außer auf Kalkböden. Er ist eine bis 150 cm hohe, zweifährige Pflanze mit länglich-eiförmigen, gekerbten und auf der Unterseite behaarten Blättern.

Die Blüten sind von purpurroter Farbe, bei Zuchtformen auch weiß oder gelblich, und innen mit einem Fleckenmuster versehen. Die Blütezeit liegt zwischen Juni und August. Die herzwirksamen Inhaltsstoffe haben eine äußerst geringe therapeutische Breite. Die Vergiftungsgefahr durch eingenommenes Digitaliskraut ist sehr hoch.

Der Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) kommt als Gartenzier-pflanze aber auch wildwachsend an feuchten Stellen der Alpen und europäischen Mittelgebirgen vor:
50-150 cm hohe Staude mit 5-7fach geteilten, tief eingeschnittenen Blättern sowie violetten bis blauen, helmförmigen, in Rispen stehenden Blüten, die vorwiegend von Hummeln bestäubt werden.

Die Pflanze blüht zwischen Juni und August und treibt jedes Frühjahr aus einer rübenförmigen Knolle neu aus. Sie vermehrt sich überwiegend vegetativ.
Der Blaue Eisenhut enthält in allen Teilen das Alkaloid Aconitin. Den höchsten Gehalt an Aconitin hat mit bis zu 3% die Wurzel. In den Blättern befinden sich bis zu 1,3% des Alkaloids. Aconitin ist eines der stärksten Pflanzengifte.

Oleander (Nerium oleander) ist hierzlande als Kübelpflanze anzutreffen. Heimat ist das Mittelmeergebiet.
Bis zu 500 cm hoher Strauch oder Baum mit lanzettlichen, lederartigen, immergrünen Blättern und glatter Rinde.

Die Blüten sind weiß oder rosa, je nach Zuchtform mehr oder weniger gefüllt. Die Blütezeit liegt zwischen Juli und Oktober. Die Pflanze ist frostempfindlich. Die Pflanze enthält das Glycosid Oleandrin. Bereits ca. 15 - 20 g friches Pflanzenmaterial (Blätter) enthalten eine tödliche Dosis.

 

Die Gartentulpe (Tulipa gesneriana) ist ein bis etwa 80 cm hoch werdendes Zwiebelgewächs mit linealischen Blättern und einer Einzelblüte, die zwischen März und April erscheint. Die Gartentulpe enthält in allen Teilen bis zu 2,5% Glykoside, die bei Hautkontakt Entzündungen hervorrufen können.

 

Die Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) ist ein bis 40 cm hoch werdendes Zwiebelgewächs mit linealen, bis zu 1,5 cm breiten Blättern. Die gelben Blüten befinden sich einzeln am Stängel und haben 6 Blütenblätter. Sie erscheinen zwischen März und Mai. Aufgrund ihres Alkaloidgehaltes zählen gelbe Narzissen zu den Giftpflanzen.

 

Das Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) ist ein bis 20 cm hoch werdendes, mehrjähriges Kraut mit glattrandigen Blättern.

Die weißen Blüten erscheinen zwischen Februar und April. Das Schneeglöckchen enthält in der Zwiebel bis zu 0,8% Alkaloide.

Der Märzenbecher, Frühlingsknotenblume (Leucojum vernum) ist ein etwa 25 cm hoch werdendes Zwiebelgewächs mit bis zu 20 cm langen und etwa 1 cm breiten Blättern.

Die glockenförmigen Blüten bestehen aus sechs weißen Blütenblättern, die mit einem grünen oder gelben Punkt an der Spitze versehen sind. An jedem Stängel befinden sich zumeist nur eine Blüte (im Unterschied zu Leucojum aestivum). Blütezeit ist zwischen Februar und April. Der Märzenbecher enthält in der Zwiebel bis zu 0,1% Alkaloide.

Tabak (Nicotiana tabacum) ist ein 75-200 cm hohes, einjähriges Kraut mit schmalen, zugespitzten Blättern. Die zumeist rosafarbenen Blüten sind trichterförmig und als Rispe angeordnet.

Die Pflanze blüht zwischen Juni und September. Dei Tabakpflanze wurde von den Indianern nur bei kultischen Handlungen geraucht. Der alltägliche Gebrauch als Genußmittel war dort nicht verbreitet. Heutzutage wird Tabak in fast allen Ländern der Erde angebaut und konsumiert. Tabak enthält in den frischen Blättern zwischen 0,1 und 4% des Alkaloides Nicotin










 

 



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