Die Kartoffel
(solanum tuberosum) enthält in grünen Beeren aber
auch in den grünen Knollen giftige Steroidalkaloide.

Durch Kochen wird das Gift weitgehen ausgespült. Der Verzehr
von rohen Kartoffeln ist augrund des Alkaloidgehaltes gefährlich.
Die Hundspetersilie (Aethusa
cynapium, Apiaceae) ist ein bis zu 50 cm groß werdendes,
einjähriges Kraut mit dreifach gefiederten Blättern und
einer zusammengesetzten Dolde mit weißen Blüten.

Die Blütezeit liegt zwischen Juni und Oktober. Charakteristisch
für die Hundspetersilie sind die an der Blütendolde dornartig
nach unten stehenden Hüllblättchen. Die Giftigkeit der
Hundspetersilie beruht auf einem Polyin-Gemisch, das v.a. in der
Wurzel anzutreffen ist. Aufgrund der Verwechselungsgefahr mit der
glattblättrigem Petersilienkraut (Petroselinum crispum) können
Vergifungen vorkommen.
Das Schwarze Bilsenkraut (Hyoscyamus
niger) ist ein 20-80 cm hohes, einjähriges Kraut mit
buchtig gezähnten, länglichen, behaarten Blättern.
Die Blüten sind schmutzig-gelb und mit violetten Adern durchsetzt.
Blütezeit ist zwischen Juni und September. Bilsenkraut enthält
stark wirksame Alkaloide.
Die Schwarze Tollkirsche (Atropa
belladonna) ist eine Pflanzenart in der Familie der Nachtschattengewächse
(Solanaceae). Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Skandinavien,
West- und Südeuropa und den Balkan über Kleinasien bis
nach Nordafrika und den Iran. Die Tollkirsche bevorzugt Kalk-, Porphyr-
und Gneisböden. Man findet sie häufig auf Waldlichtungen
von Laub- und Nadelwäldern, an Waldrändern und auf Brachflächen.
Sind die Standortbedingungen günstig, können auch 2 Meter
hohe Exemplare beobachtet werden.

Die reich verzweigte Pflanze zeigt ein kräftiges Erscheinungsbild.
Die sommergrünen, ganzrandigen und ungeteilten Laubblätter
können eine Länge von bis zu 15 cm und eine Breite bis
etwa 8 cm entwickeln. Der Aufbau der Frucht gleicht einer Tomate
– auch wenn sie viel kleiner ist und dunkel gefärbt ist.
Die kugeligen Beeren zeigen eine schwarze, lackartig glänzende
Oberfläche. Die ganze Pflanze ist giftig. Die schwarzen Beeren
enthalten das Gift Hyoscyamin. Aus den Blättern lässt
sich ein Wirkstoff extrahieren, der krampflösend ist.
Das Schöllkraut (Chelidonium
majus) ist stark verbreitet. insbesondere an Mauern, Gebüschen,
Weg- und Straßenrändern anzutreffen.

Ein bis 70 cm groß werdendes, mehrjähriges Kraut, das
einen gelb- bis orangefarbenen Milchsaft führt. Die Blätter
sind gefiedert und an der Unterseite blaugrün gefärbt.
Die gelben Blüten erscheinen zwischen April und Oktober. Die
Giftigkeit beruht auf 30 verschiedenen Alkaloiden.
Die Zypressenwolfsmilch (Euphorbia
cyparissias) findet sich auf trockenen Wiesen, an Wegrändern
und auf Äckern.

Sie ist ein bis 40 cm hoch werdendes, ausdauerndes, milchsaftführendes
Kraut mit schmalen, nadelförmigen aber weichen Blättern
und gelbgrünen Blüten, die zu Trugdolden angeordnet sind.
Die Zypressenwolfsmilch enthält schwankende Mengen an Carbonsäureestern.
Der Rote Fingerhut (Digitalis
purpurea) ist sowohl als Zierpflanze als auch in der freien
Natur anzutreffen in allen Wäldern Mitteleuropas, außer
auf Kalkböden. Er ist eine bis 150 cm hohe, zweifährige
Pflanze mit länglich-eiförmigen, gekerbten und auf der
Unterseite behaarten Blättern.

Die Blüten sind von purpurroter Farbe, bei Zuchtformen auch
weiß oder gelblich, und innen mit einem Fleckenmuster versehen.
Die Blütezeit liegt zwischen Juni und August. Die herzwirksamen
Inhaltsstoffe haben eine äußerst geringe therapeutische
Breite. Die Vergiftungsgefahr durch eingenommenes Digitaliskraut
ist sehr hoch.
Der Blaue Eisenhut (Aconitum
napellus) kommt als Gartenzier-pflanze aber auch wildwachsend
an feuchten Stellen der Alpen und europäischen Mittelgebirgen
vor:
50-150 cm hohe Staude mit 5-7fach geteilten, tief eingeschnittenen
Blättern sowie violetten bis blauen, helmförmigen, in
Rispen stehenden Blüten, die vorwiegend von Hummeln bestäubt
werden.

Die Pflanze blüht zwischen Juni und August und treibt jedes
Frühjahr aus einer rübenförmigen Knolle neu aus.
Sie vermehrt sich überwiegend vegetativ.
Der Blaue Eisenhut enthält in allen Teilen das Alkaloid Aconitin.
Den höchsten Gehalt an Aconitin hat mit bis zu 3% die Wurzel.
In den Blättern befinden sich bis zu 1,3% des Alkaloids. Aconitin
ist eines der stärksten Pflanzengifte.
Oleander (Nerium oleander)
ist hierzlande als Kübelpflanze anzutreffen. Heimat ist das
Mittelmeergebiet.
Bis zu 500 cm hoher Strauch oder Baum mit lanzettlichen, lederartigen,
immergrünen Blättern und glatter Rinde.

Die Blüten sind weiß oder rosa, je nach Zuchtform mehr
oder weniger gefüllt. Die Blütezeit liegt zwischen Juli
und Oktober. Die Pflanze ist frostempfindlich. Die Pflanze enthält
das Glycosid Oleandrin. Bereits ca. 15 - 20 g friches Pflanzenmaterial
(Blätter) enthalten eine tödliche Dosis.
Die Gartentulpe (Tulipa gesneriana)
ist ein bis etwa 80 cm hoch werdendes Zwiebelgewächs
mit linealischen Blättern und einer Einzelblüte, die zwischen
März und April erscheint. Die Gartentulpe enthält in allen
Teilen bis zu 2,5% Glykoside, die bei Hautkontakt Entzündungen
hervorrufen können.
Die Gelbe Narzisse (Narcissus
pseudonarcissus) ist ein bis 40 cm hoch werdendes Zwiebelgewächs
mit linealen, bis zu 1,5 cm breiten Blättern. Die gelben Blüten
befinden sich einzeln am Stängel und haben 6 Blütenblätter.
Sie erscheinen zwischen März und Mai. Aufgrund ihres Alkaloidgehaltes
zählen gelbe Narzissen zu den Giftpflanzen.
Das Schneeglöckchen (Galanthus
nivalis) ist ein bis 20 cm hoch werdendes, mehrjähriges
Kraut mit glattrandigen Blättern.

Die weißen Blüten erscheinen zwischen Februar und April.
Das Schneeglöckchen enthält in der Zwiebel bis zu 0,8%
Alkaloide.
Der Märzenbecher, Frühlingsknotenblume
(Leucojum vernum) ist ein etwa 25 cm hoch
werdendes Zwiebelgewächs mit bis zu 20 cm langen und etwa 1
cm breiten Blättern.

Die glockenförmigen Blüten bestehen
aus sechs weißen Blütenblättern, die mit einem grünen
oder gelben Punkt an der Spitze versehen sind. An jedem Stängel
befinden sich zumeist nur eine Blüte (im Unterschied zu Leucojum
aestivum). Blütezeit ist zwischen Februar und April. Der Märzenbecher
enthält in der Zwiebel bis zu 0,1% Alkaloide.
Tabak (Nicotiana tabacum) ist
ein 75-200 cm hohes, einjähriges Kraut mit schmalen, zugespitzten
Blättern. Die zumeist rosafarbenen Blüten sind trichterförmig
und als Rispe angeordnet.

Die Pflanze blüht zwischen Juni und September.
Dei Tabakpflanze wurde von den Indianern nur bei kultischen Handlungen
geraucht. Der alltägliche Gebrauch als Genußmittel war
dort nicht verbreitet. Heutzutage wird Tabak in fast allen Ländern
der Erde angebaut und konsumiert. Tabak enthält in den frischen
Blättern zwischen 0,1 und 4% des Alkaloides Nicotin

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